Die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK)

Seit 2009 ist die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland geltendes Recht.
Die Inklusion von Menschen mit Behinderungen umzusetzen – das ist das Ziel der Landeshauptstadt München. Ein Ziel, das für eine Großstadt viele Herausforderungen birgt – vor allem, weil Jahrzehnte lang ein anderer Weg verfolgt wurde. Es geht jetzt darum, die Teilhabe aller Menschen an allen Lebensbereichen zu ermöglichen. Für eine Kommune bedeutet das, dass sie alle Entscheidungen von Beginn der Planung an daraufhin überprüfen muss, ob die inklusive Teilhabe aller Menschen gewährleistet ist. Der Leitgedanke der Konvention ist nichts weniger als ein Paradigmenwechsel.
Im Sommer 2013 traf der Münchner Stadtrat eine mutige Entscheidung: Es wurde der erste Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Konvention und die Einrichtung des Koordinierungsbüros beschlossen.

Der erste Aktionsplan ist ein Katalog von insgesamt 47 Maßnahmen aus sehr unterschiedlichen Bereichen. Es geht zum Beispiel um den Ausbau der integrativen Plätze in der Kindertagesbetreuung oder um die Einrichtung einer gynäkologischen Fachambulanz für mobilitätseingeschränkte Frauen. Die städtischen Referate arbeiten an den Maßnahmen, die für ihr jeweiliges Fachgebiet definiert wurden. Die Umsetzung ist derzeit unterschiedlich weit vorangeschritten.

Das Münchner Koordinierungsbüro

Die engagierte Entscheidung des Stadtrats zur Einrichtung des bundesweit ersten kommunalen Koordinierungsbüros zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einer inklusiven Stadtgesellschaft und wurde in Fachkreisen sehr positiv aufgenommen. Das Koordinierungsbüro arbeitet seit Beginn eng mit internen und externen Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern zusammen. Es versteht sich als Unterstützer und Impulsgeber für die diejenigen, die sich am Prozess beteiligen, aber auch als kritischer Begleiter.

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