Stadt ehrt verstorbene Aktivistin für Inklusion

Ute Strittmatter setzte sich aktiv für die Rechte und die Inklusion von Frauen und Mädchen mit Behinderungen ein. Im Dezember 2016 verstarb die gebürtige Münchnerin im Alter von 52 Jahren. Jetzt ehrt die Stadt die Aktivistin, indem sie eine Straße im neu entstehenden Stadtteil Freiham nach ihr benennt. Eine Straßenbenennung ist die höchste Form der persönlichen Ehrung durch die Landeshauptstadt München. Die Benennung wird frühestens ein Jahr nach dem Tod der zu ehrenden Person vorgenommen.

In seiner jüngsten Sitzung beschloss der Kommunalausschuss des Stadtrats die letzten fünf Benennungen für Straßen im ersten Realisierungsabschnitt des neu entstehenden Stadtteils Freiham. In diesem Abschnitt werden vor allem Wohnungen gebaut. Für die Benennung der Straßen wurden vier Frauen und ein Mann ausgewählt. Alle Personen hatten einen Bezug zu München und waren politisch, sozial oder kulturell engagiert.

Die Straßen werden nach folgenden Persönlichkeiten benannt:

  • Ute Strittmatter, geboren am 12. Juni 1964 in München, gestorben am 14. Dezember 2016 in München, Aktivistin für die Rechte und Inklusion von Frauen und Mädchen mit Behinderungen
  • Grete Weil, geboren am 18. Juli 1906 in Egern, gestorben am 14. Mai 1999 in Grünwald bei München, Schriftstellerin, Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus
  • Marie-Luise Jahn, geboren am 28. Mai 1918 in Gut Sandlack/Bartenstein, gestorben am 22. Juni 2010 in Bad Tölz, Ärztin, Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus
  • Christel Sembach-Krone, geboren am 27. November 1936 in München, gestorben am 20. Juni 2017 in München, Zirkusdirektorin
  • Professor Dr. Ing. Dr. h.c. Otto Meitinger, geboren am 8. Mai 1927 in München, gestorben am 9. September 2017 in München, Architekt und Präsident der Technischen Universität München sowie Ehrenbürger der Stadt München