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Inklusive Kulturvermittlung und inklusiver Kulturführer

Maßnahme 32 des Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in München

Langtitel

Inklusive Kulturvermittlung und inklusiver Kulturführer an den städtischen Kunst- und Kultureinrichtungen

Beschreibung

Um den Zugang zu Kulturangeboten grundsätzlich für alle Menschen selbstbestimmt zu ermöglichen, sollen die Angebote der städtischen Kulturinstitutionen (Museen, Kunsträume, Gasteig, Theater, NS-Dokumentationszentrum etc.) zukünftig unter inklusiven Kriterien konzipiert und durchgeführt werden. Begonnen wird mit einem Pilotprojekt am Jüdischen Museum.

Zudem wird ein „inklusiver Kulturführer“ zu den städtischen Kulturinstitutionen entwickelt, mit dessen Hilfe sich alle Menschen selbstbestimmt über kulturelle Einrichtungen und deren Vermittlungsangebote informieren können. Dieses Medium soll in gedruckter wie auch in audiovisueller Form zur Verfügung stehen.

Erwartete Auswirkungen

  • Alle Menschen mit und ohne Behinderungen können an den städtischen Kulturangeboten teilnehmen.
  • Mehr Menschen mit Behinderungen nutzen Kulturangebote.
  • Allgemeine Bewusstseinsbildung für Belange und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen

Stand der Umsetzung

Aktueller Stand

Die Maßnahme ist weitestgehend abgeschlossen.

Beschreibung
Diese Maßnahme umfasst zwei Bereiche:

Inklusive Kulturvermittlung
In den städtischen Museen kommt der Kulturvermittlung ein hoher Stellenwert zu. Dieser Bereich ist personell in den letzten Jahren deutlich ausgebaut worden.
Im Jüdischen Museum München wurde ein Inklusions-Projekt initiiert, das auch auf andere Bereiche übertragbar sein könnte. Entwickelt wurde ein leicht zu bedienender, fahrbarer Rollwagen mit ertastbaren Objekten. Er kann eingesetzt werden, um Menschen mit verschiedenen Behinderungen den Zugang zur Dauerausstellung zu ermöglichen. Die künftige Zielgruppe war einbezogen in die Planung und Erprobung.

Inklusiver Kulturführer
Der Kulturführer in leichter Sprache richtet sich vor allem an Erwachsene mit kognitiven Einschränkungen. Die Broschüre „Kultur in München leicht gemacht – ein Heft für alle“ in geprüfter leichter Sprache erklärt Wissenswertes über die städtischen Kultureinrichtungen. Sie beinhaltet Hinweise zur Barrierefreiheit allgemein und spezielle Angebote für Menschen mit Lernschwierigkeiten. Die Broschüre ist im August 2016 in gedruckter Form erschienen. Im Internet ist sie unter http://www.musenkuss-muenchen.de/qualitaet/inklusion abrufbar.

Ergebnisse

Inklusive Kulturvermittlung
Im Jüdischen Museum stehen tastbare Objekte mit Ausstellungsbezug für den mobilen Einsatz zur Verfügung. Es wurde außerdem eine FM-Anlage mit Induktionsschleifen angeschafft. Bei der Überarbeitung der Internetseite wird eine möglichst weitgehende Barrierefreiheit als Anforderung definiert. Sensibilisierungstrainings für die Referentinnen und Referenten des Museums sind geplant.

Inklusiver Kulturführer
Aufgrund der hohen Nachfrage wird „Kultur in München leicht gemacht – ein Heft für alle“ im Jahr 2019 neu aufgelegt.

Kooperation

  • Capito München
  • Heilpädagogisches Centrum Augustinum (HPCA)
  • OBA München

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