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Pilotprojekt Kunst- und Inklusion

Maßnahme 31 des Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in München

Beschreibung

Das künstlerische Pilotprojekt will erstmalig das Thema Inklusion als Teilhabe in seinem sehr weiten Sinne im Zusammenspiel verschiedener Sparten wie Bildende Kunst, Musik, Tanz und Theater aufgreifen. Vor allem wird es partizipatorische künstlerische Projekte und Ausstellungen, Konzerte, Tanz- und Theateraufführungen sowie Lesungen geben, an denen Künstlerinnen und Künstler mit und ohne Behinderungen teilnehmen. Begleitend ist geplant, das Thema Kunst und Inklusion in einem Symposium wissenschaftlich zu durchleuchten. Das Pilotprojekt umfasst also verschiedene aufeinander bezogene Module, wird aber in der Öffentlichkeit als Ganzes kommuniziert. Ganz bewusst ist das Projekt im Bereich der zeitgenössischen Kunst und nicht im Sozialbereich angesiedelt, um eine andere und größere Öffentlichkeit zu erreichen.

Ziel der Maßnahme ist es, insbesondere Menschen ohne Behinderungen zum Nachdenken über Teilhabe anzuregen sowie Bewusstsein für die Mechanismen der Inklusion / Exklusion zu schaffen. Gleichzeitig werden in einem künstlerischen Prozess Menschen mit Behinderungen selbstverständlich als Teilnehmende einbezogen, wobei nicht deren Behinderungen im Vordergrund stehen, sondern deren Individualität.

Das Pilotprojekt ist kein Förderprojekt für Künstler mit Behinderungen, sondern dient vielmehr der Auseinandersetzung mit Fragen zu Inklusion und Teilhabe in der Kunst.

Erwartete Auswirkungen

  • Es werden andere Zielgruppen erreicht als allein über die Behinderten- und Sozialarbeit.
  • Öffentlichkeitswirksamkeit

Stand der Umsetzung

Aktueller Stand

Die Maßnahme ist abgeschlossen.

Beschreibung
Das Pilotprojekt zum Thema Kunst und Inklusion fand zwischen Oktober 2015 und Februar 2016 statt. Es umfasste über 120 Kulturveranstaltungen aus allen Kunstsparten. Unter dem Titel „Was geht? Kunst und Inklusion“ haben sie gezeigt, wo Chancen und Herausforderungen liegen. Es haben sich Lerneffekte für alle Beteiligten ergeben: Die Institutionen haben neue Kooperationen und Themen erprobt. Künstlerinnen und Künstler mit Behinderung wurden aktiv einbezogen und konnten ihre Erfahrungen im Kulturbetrieb erweitern. Das Kulturpublikum wurde auf ungewöhnliche Weise mit dem Thema Inklusion in Verbindung gebracht. Die Themenverschränkung Kunst und Inklusion hat ein breites Publikum angesprochen. Inklusion wurde als Kulturthema breit in die Öffentlichkeit getragen. Bisher bestehende Barrieren wurden – auch durch Perspektivwechsel – erkannt und Ansätze zur Aufhebung entwickelt. Der Erfahrungsaustausch hat zur Übertragung und Verstetigung gelungener Beispielaktionen beigetragen.

Ergebnis
Das Programm umfasste Ausstellungen, Konzerte, Tanz-, Theateraufführungen und Lesungen. Beteiligte waren 100 Institutionen, zahlreiche Spielorte und über 100 Künstlerinnen und Künstler. Besondere Höhepunkte waren ein Symposium in den Münchner Kammerspielen, ein Leseabend im Literaturhaus sowie eine große Abschlussrevue im Münchner Volkstheater.
Insgesamt erreichten die Veranstaltungen über 10.000 Besucherinnen und Besucher.
Nach den guten Erfahrungen des Pilotprojekts wird das Kulturreferat im Bereich Kunst und Inklusion dauerhaft Fördermittel für beispielgebende Vorhaben ausreichen. Der Stadtrat hat hierfür Personal- und Sachmittel bewilligt. 2017 und 2018 wurden bereits 30 Projekte gefördert. Außerdem wird Beratung zu Inklusion in den verschiedenen Kunstsparten angeboten. Die inklusive Öffnung bestehender Veranstaltungsformate wird durch eine Sensibilisierung für das Thema vorangetrieben.

Kooperation

  • Referatsübergreifend
  • Institutionen und Kunsträume des Kulturreferats
  • Unternehmen und Stiftungen (bezüglich Finanzierung und
    Durchführung)

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