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Inklusion im Münchner Stadtmuseum

Maßnahme 30 des Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in München

Langtitel

Inklusion im Münchner Stadtmuseum – zukunftsweisende Präsentations- und Vermittlungsformen

Beschreibung

Das Münchner Stadtmuseum berücksichtigt bei der geplanten Umbaumaßnahme das Recht auf Inklusion, im Besonderen die Bedürfnisse von behinderten und betagten Besucherinnen und Besuchern. Über die rein baulichen Anforderungen (z. B. Zugänglichkeit) hinaus wird im Sinne eines ganzheitlichen Konzepts der Fokus auf die Nutzbarkeit der musealen Institution, ihrer Ausstellungen, Vermittlungsangebote und Veranstaltungen wie Konzerte, Vorträge etc. gerichtet.

Beispielsweise sollen Präsentationen mit behindertengerechter Ausstellungstechnik realisiert und die Inhalte in Text, Bild und tastbaren Elementen entsprechend aufbereitet werden. Die Vermittlung wird auf sinnliche Erfahrung ausgerichtet, unter Einsatz von Medien für unterschiedliche Einschränkungen wie Hörstationen, Audio- und Videoguides. Weitere Maßnahmen sind die Verbesserung der Service-Leistungen, die Vermittlung aller Gebäude-Infos im Internet, die Verwendung Leichter Sprache, Mobilitätshilfen vor Ort etc.

Erwartete Auswirkungen

  •  Zugänglichkeit und Nutzung des Münchner Stadtmuseums ohne Einschränkung und in größtmöglicher Selbstbestimmtheit
  • Verstärkte Teilhabe aller Zielgruppen am kulturellen Leben
  • Höhere Besuchszahlen

Stand der Umsetzung

Aktueller Stand

Diese Maßnahme ist abgeschlossen.

Beschreibung:
Die Maßnahme Inklusives Münchner Stadtmuseum umfasst drei Bereiche:

Angebote und Veranstaltungen:
Es wurden Führungen und Ausstellungseröffnungen mit Gebärdensprachdolmetschern eingeführt. Das Museum hat Tastobjekte und Tastführungen in verschiedenen Ausstellungen erprobt und Ausstellungstexte in Leichter Sprache verfasst. Außerdem wurde eine Gruppenführung für Menschen mit Demenz durchgeführt.
Im Filmmuseum des Münchner Stadtmuseums wurden historische Filmdokumente mit Audiodeskription versehen. Während der internationalen Filmtage wurde Audiodeskription für Publikum und Fachwelt angeboten.
Die Internetseite www.muenchner-stadtmuseum.de wurde überarbeitet.

Ausstellungsgestaltung:
Neben einer Analyse zur Barrierefreiheit der bestehenden Ausstellungsräume wurden konkrete Verbesserungen in bestehenden Ausstellungen umgesetzt. Dazu gehörten die Anpassungen von Texten und Beschriftungen und die Installation von Tastobjekten in der Dauerausstellung „Typisch München“.
Stufenmarkierungen im Innen- und Außenbereich des Gebäudes und der Einbau eines Treppenlifts im Ausstellungsbereich haben die Zugänglichkeit der öffentlichen Bereiche verbessert.

Umbau und Sanierung:
Das Münchner Stadtmuseum soll in den nächsten Jahren generalsaniert und architektonisch überarbeitet werden. Um das Haus inklusiv zu gestalten wurden Sensibilisierungskurse für Museumsbeschäftigte und Baubeteiligte durchgeführt

Ergebnis:
Der inklusive Umbau des Münchner Stadtmuseums wird als langfristiger Prozess personell begleitet. Der Stadtrat hat eine feste Stellenzuschaltung bewilligt, da Inklusion als Daueraufgabe des Museums angesehen wird.

Kooperation

  • Bayerischer Blinden- und Sehbehindertenbund e.V.
  • Siloah – Begegnungsladen für Menschen mit und ohne körperliche Behinderung
  • Edith-Stein-Schule – Staatl. anerkanntes Förderzentrum Förderschwerpunkt „Sehen“
  • Das Heilpädagogische Centrum Augustinum
  • Offene Behindertenarbeit, evangelisch in München
  • Stiftung Zuhören
  • Bayerischer Rundfunk
  • Münchner Volkshochschule
  • Museumspädagogisches Zentrum
  • münchen für alle e.V.
  • GMU Gehörlosenverband München Umland

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