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Öffnung der Sozialen Betriebe für Menschen mit Werkstattstatus

Maßnahme 20 des Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in München

Langtitel

Öffnung der Sozialen Betriebe für Menschen mit Werkstattstatus (Werkstattbeschäftigte)

Beschreibung

Mit den Sozialen Betrieben hält die Stadt München eine betriebliche und soziale Infrastruktur mit rund 1.200 Stellen vor, um Langzeitarbeitslosen und auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt benachteiligten Personengruppen Beschäftigungschancen zu eröffnen. Vertreten sind die Bereiche Handwerk, Recycling, Büro und Verwaltung sowie soziale und umweltorientierte Dienstleistungen.

In den Sozialen Betrieben sollen 20 Stellen für Menschen mit Werkstattstatus geschaffen werden – Menschen, die wegen Art und Schwere ihrer Behinderung nach § 136 SGB IX nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können. Aufgabe des Referats für Arbeit und Wirtschaft, das die Sozialen Betriebe finanziert, ist es, die Möglichkeiten für solche Stellen auszuloten und die Sozialen Betriebe bei der Umsetzung zu unterstützen. Die Betreuung bleibt weiterhin Aufgabe der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM).

Erwartete Auswirkungen

  • Erhalt und Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit und Inklusion der Menschen mit Werkstattstatus im Arbeitsmarkt.
  • Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten für Personen mit Werkstattstatus im beruflichen Bereich (Qualifizierung) und im Bereich der Teilhabe (z. B. wohnortnahe Beschäftigung).
  • Verbesserung der Durchlässigkeit zwischen verschiedenen
    Hilfesystemen und Rechtskreisen (SGB II, SGB III, SGB IX,
    SGB XII u. a.).

Stand der Umsetzung

Aktueller Stand

Mit den Sozialen Betrieben hält das Referat für Arbeit und Wirtschaft (RAW) der Landeshauptstadt München eine aus Mitteln des Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramms (MBQ) finanzierte marktorientierte betriebliche und soziale Infrastruktur mit mittlerweile rund 1.200 Stellen vor. Hier werden langzeitarbeitslosen Menschen und weiteren auf dem Münchner Arbeitsmarkt benachteiligten Personengruppen Beschäftigungs-, Qualifizierungs- und Ausbildungsmöglichkeiten angeboten. Vertreten sind die Bereiche Büro/Versand/Druck, Fahrrad/Kfz/Motorrad/Mobilität, Gastronomie/Hauswirtschaft, Handel/Verkauf/Secondhand, Handwerk/Gartenbau und Textil- und Elektronikschrott-Recycling.
Das RAW hatte im Jahr 2014 damit begonnen, die im Rahmen des MBQ geförderten Sozialen Betriebe für Menschen, die wegen Art oder Schwere ihrer Behinderung nach § 219 SGB IX nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können (Menschen mit Werkstattstatus), zu öffnen und interessierte Soziale Betriebe bei der Einrichtung geeigneter Plätze zu unterstützen. Durch die Einbettung dieser Stellen in eine bereits vorhandene dezentrale Infrastruktur leisten die Sozialen Betriebe einen weiteren Beitrag zur inklusiven Stadtgesellschaft und handeln entsprechend dem Grundsatz der in der UN-BRK verankerten Inklusion. Teilnehmende können ihre Handlungsmöglichkeiten im beruflichen Bereich und im Bereich der Teilhabe erweitern und damit ihre Beschäftigungsfähigkeit verbessern. Die Maßnahme befindet sich in der dauerhaften Fortführung.

Kooperation

  • Bezirk Oberbayern
  • Werkstatt-Träger
  • Soziale Betriebe
  • Behindertenbeirat
  • Sozialreferat

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