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Beschwerdestelle für Probleme in der Altenpflege

Maßnahme 14 des Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in München

Langtitel

Integration des Aspektes „Behinderung“ in den Bearbeitungsstandard der Beschwerdestelle für Probleme in der Altenpflege

Beschreibung

In der Einzelfallarbeit der Beschwerdestelle für Probleme in der Altenpflege stehen bisher die Themen „Alter“ und „Pflegebedürftigkeit“ im Vordergrund. Zukünftig soll der Aspekt „Behinderung“ stärker berücksichtigt und als Standard in die Bearbeitung aufgenommen werden. Dabei kann es um gesellschaftliche Teilhabe, Rehabilitation und die Erschließung von Leistungen gehen. Ziel ist, die Themen Alter, Pflegebedürftigkeit und Behinderung gemeinsam zu denken und zu bearbeiten.

Erwartete Auswirkungen

Probleme von Menschen mit Behinderungen in der Altenpflege können in der Beschwerdestelle umfassend bearbeitet werden.

Stand der Umsetzung

Aktueller Stand

Die städtische Beschwerdestelle für Probleme in der Altenpflege setzte sich im Rahmen des 1. Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention folgendes Ziel:

In der Einzelfallarbeit der Beschwerdestelle sollte der Aspekt „Behinderung“ stärker berücksichtigt und als Standard in die Bearbeitung aufgenommen werden. Dabei ging es um gesellschaftliche Teilhabe, Rehabilitation und die Erschließung von Leistungen. Die Themen Alter, Pflegebedürftigkeit und Behinderung sollten gemeinsam gedacht und bearbeitet werden.

Erster Schritt war die eigene Qualifizierung der Mitarbeiterinnen der Beschwerdestelle. Es wurden zwei Inhouse-Schulungen durch den Behindertenbeauftragten und ein Mitglied des Behindertenbeirates durchgeführt. Nach der ersten Schulung erfolgte die Aufnahme in den Bearbeitungsstandard der Beschwerdestelle, seither wird das Thema im Rahmen der Beschwerdebearbeitung stärker berücksichtigt. Falls eine spezifische und tiefer gehende Beratung erforderlich ist, erfolgt eine Zusammenarbeit mit dem Büro des Behindertenbeauftragten.

Hinzu gekommen ist das – nicht im Aktionsplan fixierte – Ziel der barrierearmen/barrierefreien Organisation des „Bürgerforum Altenpflege“. Diese Veranstaltung wird von der Beschwerdestelle drei Mal jährlich durchgeführt.

Im ersten Halbjahr 2014 erfolgte die Kontaktaufnahme mit Mitgliedern des Gehörlosenverbandes München und Umland (GMU), im zweiten Halbjahr 2014 und im ersten Halbjahr 2015 folgten Treffen mit dem Landesverband der Schwerhörigen und Ertaubten und mit dem Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund e.V. (BBSB e.V.). Es wurden Bedarfe abgefragt und – soweit möglich – Zug um Zug umgesetzt:

  • Alle Redebeiträge werden seither durch Gebärdendolmetscherinnen übersetzt.

  • Es wird darauf geachtet, dass eine induktive Höranlage vorhanden und aktiviert ist.

  • Die Podiumsgäste werden auf gute Lesbarkeit und einfache Sprache ihrer Beiträge hingewiesen.

  • Menschen mit Hilfebedarf (z.B. Begleitung zur Toilette, besondere Anforderungen an den Sitzplatz) können nach vorheriger Absprache die gewünschte Hilfeleistung erhalten.

  • Im Zusammenhang mit den Sicherheitsvorschriften des Veranstaltungsortes konnten für jede Veranstaltung Rettungspersonen für die anwesenden Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer benannt werden.

Menschen mit Behinderungen nehmen das Angebot regelmäßig wahr.

Kooperation

  • Behindertenbeauftragter u. a. nach Bedarf

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