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Inklusive Umwandlung einer bestehenden Realschule

Maßnahme 11 des Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in München

Beschreibung

Die städtische Carl-von-Linde-Realschule wird – sukzessive über die einzelnen Jahrgangsstufen – in eine inklusive Realschule überführt. Alle Kinder mit Behinderungen, die die gesetzlichen Aufnahmebedingungen für die Realschule erfüllen, sollen Aufnahme finden. Dafür werden Lehrerteams fortgebildet, die den unterschiedlichsten Anforderungen eines inklusiven Schulalltags gerecht werden können.

Die Erfahrungen mit diesem Projekt sollen in eine Professionalisierung bei der Umwandlung bestehender Schulen münden. Im Rahmen eines Stufenkonzeptes werden Prozessabläufe erarbeitet und optimiert sowie Standards entwickelt, z. B. für die baulichen Maßnahmen, für die Individualisierung des Unterrichts sowie für die Zusammenarbeit mit Externen wie Ärzten und Therapeuten.

Erwartete Auswirkungen

  • Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Behinderungen lernen an der Carl-von-Linde-Realschule.
  • Lehrkräfte werden sensibilisiert für den Umgang mit Kindern
    mit Handicaps.
  • Schülerinnen und Schüler entwickeln eine höhere Sozialkompetenz.
  • Die Klassen lernen einen selbstverständlichen Umgang mit
    Menschen mit Behinderungen.
  • Multiplikatorenfunktion für andere Schulen.

Stand der Umsetzung

Aktueller Stand

Die Maßnahme ist begonnen und ist in den Regelbetrieb übergegangen.
Inklusionsarbeit ist Standard an der Städtischen Carl-von-Linde-Realschule. Die Abläufe haben sich weitgehend eingespielt und die Zuständigkeiten sind relativ klar. Es werden  schulinterne Fortbildung abgehalten und jährlich besuchen Lehrkräfte Fortbildungen um den sehr unterschiedlichen und sich ändernden Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden. Neben den Leistungen des Schulpsychologischen Dienstes, der Schulsozialarbeit berät auch der Mobile Sonderpädagogische Dienst Lehrkräfte und Eltern.

Derzeit besuchen Schülerinnen und Schüler mit verschiedensten Beeinträchtigungen die Städtische Carl-von-Linde-Realschule. In der Regel konnte die Klassenstärke von über 30 Schülerinnen und Schülern nicht unterschritten werden. Die notwendige Anpassung der Klassenstärke war nur in einem Fall möglich, dort konnte die Klassenstärke in den vergangenen Schuljahren unter 19 Schülerinnen und Schülern gehalten werden.

Es ist festzuhalten, dass Kinder und Jugendliche mit inklusivem Bedarf eine gebundene Ganztagsschule vor große Herausforderungen stellen.
So brauchen beispielsweise Kinder mit Autismus Möglichkeiten, nachmittags zur Ruhe zu kommen und Therapietermine wahrnehmen zu können. Sie benötigen mehr Phasen der Ruhe und Entspannung. Dies erfordert ein hohes Maß an Flexibilität von allen Beteiligten.
ie Arbeit mit der Schulbegleitung ist nicht immer unproblematisch, so haben Schulbegleiter oft  ein angemessenes Verhalten vermissen lassen.

Wichtige, zeitintensive Themen sind die Zusammenarbeit mit den Eltern, die interne Abstimmung aller Beteiligten und Klärung des weiteren Vorgehens im Einzelfall und die die Erstellung/Beantragung.

Die Städtische Carl-von-Linde-Realschule bemüht sich nach Kräften, diesen Kindern gerecht zu werden. Dies gelingt weitgehend durch die hohe Einsatzbereitschaft der Lehrkräfte sowie durch die fachliche Unterstützung des Schulpsychologischen Dienstes, der Schulsozialarbeit und des Mobilen Sonderpädagogischen Dienstes.

Die räumliche Situation muss an die beschriebenen Bedürfnisse der Schulfamilie angepasst werden, insbesondere Rückzugsräume, Raum für Differenzierung/Flexibilisierung und behindertengerechte Toiletten.

Das Thema „Inklusion“ wird im Schulprofil der Städtischen Carl-von-Linde-Realschule aufgeführt werden. Im Herbst 2016 wird die Profilbeschreibung abgeschlossen sein.

 

Kooperation

  • Ein Vertreter der Heckscher-Klinik berät die Schule.
  • Bei der Entwicklung des Stufenkonzepts werden die Vertreter der Behindertenverbände eingebunden

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